Evamaria Mayer

Die Choreografin und Tänzerin Evamaria Mayer wuchs in Leoben auf, wo sie an der Musik- und Kunstschule ihre Tanz- und Gesangsausbildung bei Thomas Ebner und Susanne Kopeinig begann. Schon im Alter von 12 Jahren stand sie zum ersten Mal – im Kinderchor der Operette Gräfin Mariza unter Horst Zander – auf der Bühne des Stadttheaters Leoben.

Parallel zu ihrem Musikwissenschaftsstudium an der Universität Wien absolvierte sie ihre Tanzausbildung und wirkte gleichzeitig bereits in Operetten, Musicals und Opern mit. Sie tanzte in zahlreichen Produktionen im Ballettensemble des Lehár Festivals in Bad Ischl, u.a. Die Csárdásfürstin, Der Graf von Luxemburg, Hello Dolly, Im Weißen Rössl, My Fair Lady, Gigi, Die lustige Witwe (Dance Captain), uvm. Für die Neue Oper Wien performte sie die Rolle der Tänzerin in Birtlwisle’s Punch and Judy mit Vorstellungen an der Wiener Kammeroper, an der Oper des Slowakischen Nationaltheaters in Bratislava, sowie im Erkel Theater der Budapester Staatsoper, wofür die Produktion zwei Preise beim Armel Opera Festival gewann. Nach Abschluss des Studiums tanzte sie am Budapest Dance Theatre, wo sie maßgebliche Einflüsse von Raza Hammadi und von Béla Földi, dem Direktor des Budapest Dance Theatre erhielt. Hier tanzte sie Repertoire des zeitgenössischen Tanztheaters.

Weitere Engagements brachten sie zum Wiener Lifeball 2018 als Tänzerin für Patti LaBelle (Choreografie: Giorgio Madia), sowie als choreographische Assistentin und Dance Captain zur Tangoballett-Produktion Carmenvon Raúl Macias Ramos, wo sie u.a. am Wiener Akzenttheater tanzte.

Seit 2015 arbeitet Evamaria Mayer als Choreografin für Musical- und Tanztheaterproduktionen in Österreich, Deutschland und Ungarn. Hierbei betreute sie choreografisch u.a. Musicals wie Jekyll and HydeCabaretDer Mann von La Mancha und Saturday Night Fever.

Ihr Debüt als Operettenchoreografin gab sie 2018 mit Das Land des Lächelns beim Lehár Festival in Bad Ischl (Regie: Wolfgang Dosch). Im selben Jahr choreografierte sie, ebenfalls fürs Lehár Festival, die Uraufführung von Sissy in Concertzur originalen Filmmusik der Hubert Marischka Filme.

Der renommierte Operettenregisseur Thomas Enzinger holte sie für eine Neuproduktion von Das Land des Lächelns an die Oper Dortmund. Im Sommer 2019 erhielt sie mit der Rarität von Franz Lehár Clo-Clo beim Lehár Festival den Operettenfrosch – ein Preis des Bayerischen Rundfunks für innovative Operette. Auch ihre aktuellste Produktion, Kálmáns Gräfin Mariza am Staatstheater Wiesbaden, die im Oktober 2019 Premiere feierte, wurde mit dem Operettenfrosch ausgezeichnet und war bei Publikum und Medien gleichermaßen ein riesiger Erfolg.