David Schlager

David Schlager wurde 1993 in Leoben geboren. Er studiert an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Dirigieren mit Schwerpunkt Orchester bei Martin Sieghart und Marc Piollet, seit Herbst 2015 zusätzlich Musiktheaterkorrepetition bei Günter Fruhmann. Im Juni 2017 schloss er mit dem Titel „Bachelor of Arts“ ab. Seitdem dirigierte er verschiedene Orchester und Ensembles, unter anderem das Stadtorchester Leoben, das Universitätsorchester Graz, das Savaria Symphony Orchestra, das Kammerorchester Accento Knittelfeld sowie die Philharmonien von Bad Reichenhall, Györ und Hradec Kralove (Königgrätz). Darüber hinaus arbeitete er als musikalischer Assistent und Korrepetitor bei einer „Fledermaus“-Produktion der Steirischen Kulturstraße sowie an der Oper Graz, wo er auch in dieser Saison wieder tätig sein wird, bei der Produktion von „Eine Nacht in Venedig“ und der österreichischen Erstaufführung von „Ragtime“.

Im Theater im Palais in Graz dirigierte er Vorstellungen von „Die lustige Witwe“, „L’elisir d’amore“ und „Im weißen Rössl“, wohin er 2020 für „Die lustigen Weiber von Windsor“ zurückkehren wird. Im Mumuth dirigierte er „Così fan tutte“ und leitete Vorstellungen von „La Chatte métamorphosée en femme“ Offenbach sowie Mozarts „Bastien und Bastienne“ und „Der Schauspieldirektor“ vom Klavier aus.

Am Stadttheater Leoben war David Schlager für eine Produktion von Lehars „Die lustige Witwe“ im Dezember 2018 bzw. Jänner 2019 als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung engagiert. Seine Nachdirigate verliefen so erfolgreich, dass er eingeladen wurde, der diesjährigen Produktion von „Die Csardasfürstin“ als musikalischer Gesamtleiter vorzustehen.

Eine weitere große Leidenschaft David Schlagers gilt neben der Musik der Rhetorik und dem Schauspiel: So gewann er zweimal den steirischen Landesredewettbewerb (2011 klassische Rede, 2012 Spontanrede) und errang beim Bundesfinale 2011 in der Wiener Urania einen vierten Platz. Zudem fungierte er bereits mehrmals als Juror im Rahmen von Redewettbewerben an seiner ehemaligen Schule und stellte sich als Coach in den Dienst der teilnehmenden Schüler. Auch als Moderator und Conférencier konnte sich Schlager präsentieren.

Nachdem er zunächst in zahlreichen Sprechrollen wie Aston (The Caretaker, H. Pinter), Frosch (Die Fledermaus, J. Strauss), Samiel (Der Freischütz, C. M. von Weber) sowie in seiner Paraderolle als Sprecher/Erzähler (etwa im Musical „Freude“) große Erfolge feiern konnte, nimmt der von MMag. Dr. Sarah Kettner und Mag. Gerd Kenda ausgebildete Bariton nun auch Gesangspartien in sein Repertoire auf. Meisterkurse absolvierte er bei Jorma Hynninen sowie bei Helen & Klaus Donath. Seine besondere Hingabe gilt dem Kunstlied sowie geistlichen Vokalwerken, insbesondere von Johann Sebastian Bach. Für seine Interpretation der Titelrolle in „Rigoletto“ (G. Verdi) sowie seinen Dr. Falke in „Die Fledermaus“ (J. Strauss) wurde er enthusiastisch gefeiert. Im Juni 2016 gab er sein Debüt als Solist im Grazer Dom, 2017 im Klagenfurter Dom. Weitere Projekte sind bzw. waren „Die schöne Müllerin“ in Graz und Teile daraus in Savonlinna (Finnland), Konzerte mit dem Girardi Ensemble sowie dem Barock-Ensemble Gioia und die Bartion-Partie in „Carmina Burana“ in Gratkorn.

Seit Januar 2015 ist David Schlager Leiter der Singgemeinschaft Waasen und dirigierte im Rahmen dieser Tätigkeit mehrere große Messen mit Orchester (u.a. Messe in G-Dur von Franz Schubert, Missa brevis in B-Dur KV 275 sowie die Krönungsmesse KV 317 von W.A. Mozart, die Messe in D-Dur von Otto Nicolai, die Nikolaimesse, die Paukenmesse und die Heiligmesse von J. Haydn und die Pastoralmesse op. 24 von Karl Kempter), das Requiem von W.A. Mozart sowie das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach. Geplante Projekte umfassen u.a. „Elias“ von Mendelssohn sowie die Theresienmesse von Haydn und Mozarts Spatzenmesse.

David Schlager ist weiters Mitbegründer und Initiator der Ensembles „KUG Harmonists“ und „Amoravoce“, Kantor in seiner Heimatgemeinde Mautern – ein Amt, welches er bereits an bedeutenden Orten wie dem Petersdom in Rom und im Rahmen einer österreichweiten Radioübertragung ausübte – sowie ein gefragter Korrepetitor (Tätigkeit beim Wettbewerb Prima la musica, am bischöflichen Gymnasium Graz und am Musiktheaterinstitut der KUG).